Wenn niedriger Blutdruck krank macht: Hypotonie-Symptome

Arbeitsalltag, Haushalt, Familie und Partnerschaft – das Leben kann stressig sein. Gerade von Frauen wird ein hohes Maß an Leistungsfähigkeit und oftmals überdurchschnittliche Belastbarkeit erwartet. Die sportliche Leistung, den Lebensalltag zu stemmen, erfordert körperliche Gesundheit und seelische Ausgeglichenheit. Ein zu niedriger Blutdruck kann die Tatkraft stark beeinträchtigen, da Symptome wie Kreislaufbeschwerden, Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Schwindel oder Übelkeit in den Vordergrund treten.

Zu niedriger Blutdruck – Symptome erkennen und einordnen

Frau greift sich an die Stirn, da sie erste Symptome eines zu niedrigen Blutdrucks verspürt

Zu niedriger Blutdruck wird in der Fachsprache als Hypotonie bezeichnet. Diese liegt vor, wenn der Blutdruckwert dauerhaft unter 105 zu 60 mmHg 1 (Millimeter Quecksilbersäule) liegt. Die Hypotonie macht sich im Alltag durch unterschiedliche Symptome bemerkbar und schränkt Betroffene in manchen Fällen stark ein. „Mir wird ganz blümerant" ist eine etwas aus der Mode gekommene Beschreibung des Gefühls, wenn der Kreislauf in den Keller sackt oder gar eine Ohnmacht naht.

Schwindel, Schwächegefühl, Augenflimmern und Gesichtsblässe gehören dabei zu den häufigen Symptomen eines zu niedrigen Blutdrucks. Um diese und andere Symptome zu mindern, sollte die auslösende Ursache gefunden und eine mit dem Hausarzt abgestimmte Behandlung erfolgen. Die Hypotonie-Symptome sind äußerst vielfältig und zeigen sich in unterschiedlichen Ausprägungen:

Schwindel, Schwäche, Sehstörungen, Gesichtsblässe und kalter Schweiß

Bewusstseinsstörungen wie Schwindel treten häufig als Symptome einer Hypotonie auf. Menschen, bei denen der Blutdruck niedriger ist, leiden zudem oftmals unter Symptomen, die das Sehen betreffen. Der medizinische Begriff Flimmerskotom beschreibt Sehstörungen, darunter Augenflimmern oder das Auftreten von Lichtblitzen oder hellen Punkten (Sternchen vor den Augen). Zusätzlich kann ein allgemeines Schwächegefühl oder auch kalter Schweiß auftreten. Betroffene haben das Bedürfnis, sich zu setzen und die Augen zu schließen, bis der Schwindel- oder Schwächeanfall vorübergeht. Die Gesichtsblässe oder eine „blasse Nasenspitze“ sind äußerlich sichtbare Symptome des zu niedrigen Blutdrucks.

Ohnmacht

„Und dann bin ich einfach umgekippt“: Der Weg vom Schwindel bis hin zur Ohnmacht ist nicht allzu weit. Ohnmachtsanfälle, sogenannte Synkopen, treten durchaus auch bei ansonsten gesunden, jüngeren Menschen auf. Bekommt das Gehirn durch einen Blutdruckabfall kurzzeitig nicht genug Blut und sinkt zeitgleich auch noch der Puls ab, folgt möglicherweise eine Ohnmacht.

- Anzeige -

Vocorwen Banner

- Anzeige -

Vocorwen Banner

Müdigkeit und Leistungsschwäche

Ein dauerhaft niedriger Blutdruck kann als häufig auftretendes Symptom Müdigkeit verursachen. Betroffene können sich schlechter konzentrieren und reagieren langsamer. In Studien 2 konnte ein Zusammenhang zwischen zu niedrigem Blutdruck und einer Minderleistung des Gehirns hergestellt werden. Die Vermutung liegt nahe, dass die beeinträchtigte Leistungsfähigkeit auf eine Minderversorgung des Gehirns mit Sauerstoff als Folge des niedrigen Blutdrucks zurückzuführen ist. Ein zu niedriger Blutdruck und seine Symptome können Hypotoniker regelrecht schachmatt setzen: Resultierend aus der Müdigkeit wollen Betroffene manchmal am liebsten nur noch rückwärts auf das Sofa oder ins Bett fallen. Aufstehen fällt schwer und die Kraftreserven sind erschöpft.

Depressive Gestimmtheit

In manchen Fällen kann die Antriebsschwäche in einer depressiven Verstimmung münden. Das emotionale Tief bedeutet starke Einschränkungen. Mit dem Gefühl der Beklemmung oder Bedrückung geht möglicherweise sogar die Unfähigkeit einher, Freude zu empfinden. Antriebslosigkeit kann die Stressbelastung zusätzlich verstärken.

Kopfschmerzen, Zittrigkeit, Ohrensausen und Übelkeit

Der Kreislauf ist instabil und das zeigt der Körper mit deutlich spürbaren Signalen: Kopfschmerzen, Zittrigkeit, Ohrensausen und Übelkeit sind mögliche Hilferufe, mit denen Ihr Körper ausdrückt, dass es ihm gerade nicht gut geht. Auch hier ist die Symptom-Ursache in der verknappten Blutversorgung des Kopfes, verursacht durch zu niedrigen Blutdruck, zu sehen.

Kalte Hände und Füße

Eines der ebenso bekannten wie unliebsamen Symptome bei niedrigem Blutdruck sind kalte Hände und Füße: Die Gliedmaßen zeigen an, dass die Durchblutung sich eher auf die Körpermitte konzentriert, damit vorrangig die Organe versorgt werden.

Herzrasen und Herzbeklemmung

Der Körper versucht die mangelnde Durchblutung mit einer erhöhten Herzfrequenz auszugleichen. Das Herz schlägt schneller und der Puls steigt nach oben. Die Symptome Herzrasen oder Herzbeklemmung ist bei zu niedrigem Blutdruck nicht zwangsläufig gefährlich, wirkt auf Betroffene aber oftmals besonders beängstigend.

Studienergebnisse3 weisen außerdem darauf hin, dass bei Menschen mit Hypotonie als weiteres mögliches Symptom eine erhöhte Empfindlichkeit für akute Schmerzreize vorliegen kann. In Untersuchungen wurde festgestellt, dass Personen mit Hypotonie Hitze- und Kältereize als schmerzhafter beurteilten als Personen mit höheren Blutdruckwerten. Die Forscher vermuten in diesem Zusammenhang bei Menschen mit niedrigem Blutdruck auch ein häufigeres Auftreten von Kopf-, Rücken- oder Gelenkschmerzen.

Hier weiterlesen: Stress als Kreislaufkiller >>

Immer müde? Mit der Pflanzenkraft von Vocorwen® niedrigen Blutdruck regulierenAnzeige >>


1Menche, Nicole: Pflege Heute. Lehrbuch für Pflegeberufe. München: Elsevier 62014. S. 362.
2Experimentelle Studien zu kognitiven Leistungen, zum zerebralen Blutfluss und zu hirnelektrischen Prozessen bei essentieller Hypotonie. Ludwig-Maximilians-Universität München, Fakultät für Psychologie und Pädagogik. Abgerufen unter http://gepris.dfg.de/gepris/projekt/5391913 (Stand 9.2.2018)
3Erhöhte Schmerzsensitivität bei chronisch niedrigem Blutdruck - psychische und physische Ursachen. UMIT - Private Universität für Gesundheitswissenschaften, Medizinische Informatik und Technik. Abgerufen unter http://gepris.dfg.de/gepris/projekt/37251643 (Stand 9.2.2018)