Kreislaufschwäche: Welche Symptome und Beschwerden zeigen sich?

19. März 2018
7 Min.

Schon wieder gerät alles um Sie herum ins Wanken? Dann interessiert es Sie vielleicht, dass in vielen Fällen eine Kreislaufschwäche hinter dem Schwindelgefühl steckt. Kreislaufprobleme und deren Symptome sind jedoch in den Griff zu bekommen. Doch was genau ist für die Entstehung von Kreislaufbeschwerden verantwortlich und welche weiteren Symptome treten bei einer Kreislaufschwäche auf?

Was sind Kreislaufbeschwerden?

Symptome Kreislaufschwäche: Frau mit Kreislaufbeschwerden fasst sich an die Stirn

Wenn von Kreislaufschwäche die Rede ist, sind damit meist Beschwerden wie Schlappheit und Schwindel gemeint. Oft stehen diese Symptome in engem Zusammenhang mit einem niedrigen Blutdruck.

Dieser ist normalerweise weniger bedenklich für das Herzkreislaufsystem als ein zu hoher Blutdruck, der im schlimmsten Fall zu einem Herzinfarkt oder Schlaganfall beitragen kann. Doch auch Menschen mit latent zu niedrigem Blutdruck leiden gelegentlich unter unangenehmen Symptomen und Kreislaufschwäche. In manchen Situationen kann eine Minderdurchblutung des Gehirns sogar zu stärkeren Kreislaufbeschwerden wie Ohnmacht führen. Der mögliche Kontrollverlust stellt für viele Betroffene ein beunruhigendes Gefühl dar. Angst muss man jedoch keine haben; Kreislaufbeschwerden und die mit der Kreislaufschwäche einhergehenden Symptome sind zum Beispiel mit Tropfen, die den Kreislauf stärken können, behandelbar.

Wissenswertes über den Blutdruck

Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat ein Erwachsener einen optimalen Blutdruckwert, wenn dieser bei 120 zu 80 Millimeter-Quecksilbersäule (mmHg) liegt.1 Von einem zu niedrigen Blutdruck (Hypotonie) ist die Rede, wenn dieser sich dauerhaft unterhalb eines Wertes von 105 zu 60 mmHg befindet. Im Gegensatz dazu spricht man von einem zu hohen Blutdruck (Hypertonie), bei dauerhaften Blutdruckwerten über 140 zu 90 mmHg.2 Bei auftretenden Symptomen, die auf eine Kreislaufschwäche hindeuten, können daher die Blutdruckwerte eine erste Aussage zulassen.

Diese Symptome sind bei Kreislaufschwäche möglich

Eine Kreislaufschwäche kann sich auf mehrere Arten und durch unterschiedliche Beschwerden äußern. Symptome von denen Patienten mit Kreislaufproblemen berichten, sind unter anderem:

Der Blutkreislauf setzt sich aus dem Herz und den Blutgefäßen zusammen. Arterien sind dafür verantwortlich, mit Sauerstoff angereichertes Blut zu den Organen zu befördern, die das wertvolle Gas verbrauchen. Venen transportieren das sauerstoffarme Blut wieder zurück zum Herz. Ein gesunder Kreislauf stellt also sicher, dass die Organe und das Gehirn mit ausreichend Blut und Sauerstoff versorgt sind. Liegen hingegen eine Kreislaufschwäche oder Kreislaufprobleme vor, sind die genannten Symptome keine Seltenheit.

Kreislaufschwäche und Kreislaufbeschwerden? Gut zu wissen:

Ein niedriger Blutdruck – häufig Ursache für Kreislaufprobleme – muss nicht unbedingt Symptome mit sich bringen – meist ist er harmlos. Gerade die Körper von jungen, schlanken Frauen, passen sich gut an niedrigere Blutdruckwerte an und zeigen häufig keine Anzeichen einer Kreislaufschwäche. Wissenswert ist jedoch, dass Betroffene schneller in die Nähe eines kritischen Randbereichs geraten, an dem es zu Kreislaufbeschwerden kommen kann. Viele Menschen, besonders Frauen, haben von Natur aus etwas niedrigere Blutdruckwerte. Von Hypotonie als Krankheit sprechen Mediziner meist erst dann, wenn Symptome wie Schwindel, Sehstörungen, Ohrensausen oder Kopfschmerzen regelmäßig in Erscheinung treten.3

Ursachen für Kreislaufprobleme und deren Symptome

Eine Kreislaufschwäche steht nicht selten in engem Zusammenhang mit einer Hypotonie. Zu den Ursachen, die eine Hypotonie herbeiführen können, gehören zum Beispiel:

  • genetische Faktoren
  • Körperbeschaffenheit (meiste neigen junge, schlanke, weibliche Personen zur Hypotonie)
  • Schwangerschaft
  • Stress
  • körperliche Inaktivität
  • Herzklappenfehler
  • schwache Venen
  • Blutvolumenmangel (beispielsweise durch den Verlust von viel Blut nach einem Unfall)
Doch nicht immer ist es Ärzten möglich, eine handfeste Ursache für den niedrigen Blutdruck und den damit möglicherweise einhergehenden Kreislaufbeschwerden auszumachen. Manche Menschen haben einfach eine Veranlagung dazu. Eine Hypotonie, die ohne erkennbaren Grund entstanden ist, wird auch als primäre Hypotonie bezeichnet.

Kreislaufschwäche: Wann zum Arzt?

Wenn Sie immer wieder an Kreislaufbeschwerden leiden oder die Symptome länger anhalten, ist es ratsam, sich von einem Arzt untersuchen zu lassen. Dieser kann, unter anderem mit einer 24-Stunden-Blutdruckmessung, feststellen, ob eine Hypotonie als Ursache für die Kreislaufschwäche vorliegt. Für die Langzeitmessung müssen Sie selbstverständlich keinen ganzen Tag beim Arzt verbringen. Das Gerät wird an Ihrem Körper angebracht und Sie dürfen damit nach Hause gehen. Am nächsten Tag kann der Arzt die Ergebnisse auswerten und, falls nötig, Behandlungsmaßnahmen gegen die Kreislaufschwäche und Kreislaufbeschwerden einleiten.

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Behandlung von Kreislaufproblemen im Rahmen einer Kreislaufschwäche

Kreislaufprobleme und die mit der Kreislaufschwäche einhergehenden Symptome sind behandelbar. Eine Möglichkeit bieten zum Beispiel Antihypotonika – blutdrucksteigernde Medikamente. Zudem können Arzneimittel helfen, die natürliche Wirkstoffe wie Weißdorn oder Maiglöckchen enthalten. Mit Ihrem Arzt stimmen sie ab, welches Präparat für Sie und Ihre individuellen Symptome am besten geeignet ist. Darüber hinaus gibt es bewährte Tipps, die bei einer Kreislaufschwäche einsetzbar sind:

  • Bewegen Sie morgens vor dem Aufstehen Beine und Füße. Das abgesetzte Blut in den Gliedmaßen kommt in Schwung, der Kreislauf wird angekurbelt und Kreislaufbeschwerden wird vorgebeugt.
  • Auch langsames Aufstehen ist ratsam. Vielen Menschen wird schwarz vor Augen, wenn sie zu schnell aufstehen. In der sitzenden Position kann leicht Blut in die Beine absacken. Wer zu einem niedrigen Blutdruck und Kreislaufschwäche tendiert, sollte sich daher schrittweise und langsam erheben.
  • Viel trinken kann auch eine Lösung gegen Kreislaufprobleme sein. Befindet sich genügend Flüssigkeit im Organismus, fällt es dem Körper leichter, das Blut durch die Gefäße zirkulieren zu lassen. Wer täglich zwei bis drei Liter Wasser trinkt, kann mögliche Symptome besser vermeiden und darüber hinaus einer Dehydration vorbeugen.
Menschen mit einer Kreislaufschwäche sollten zudem wissen, dass sie sich stabil hinsetzen oder hinlegen sollten, wenn ihnen schwindlig ist oder Symptome wie Schwächegefühl oder Atemnot auftreten. So wird die Gefahr eines unkontrollierten Sturzes aufgrund einer möglichen Bewusstlosigkeit beseitigt.

Regina Lopes Bombinho Brandt
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Medizinredakteurin und Kommunikationswissenschaftlerin
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