Was Sie bei Schwindel tun können

Schwindel ist nicht gleich Schwindel! Neben Ursachen wie organischen oder psychischen Störungen können auch Herz-Kreislauf-Probleme der Auslöser für die Beschwerden sein. Dann können Sie in den meisten Fällen selbst versuchen, etwas dagegen zu unternehmen. Wir verraten, was gegen Schwindel hilft.

Überblick: Niedriger Blutdruck als Ursache für Schwindel

Frau macht Cardio Training, um ihren Schwindel zu behandeln

Häufig ist das Herz-Kreislauf-System schuld an den Schwindelanfällen. Das äußert sich bei vielen Menschen durch niedrigen Blutdruck (Hypotonie). Bei dieser Art von Schwindel können Sie oft selbst etwas tun.

Ein niedriger Blutdruck ist dafür verantwortlich, dass das Gehirn nicht mehr ordentlich durchblutet wird. Als Folge treten häufig Kreislaufbeschwerden in Form von Schwindel und Übelkeit auf. Um ein geeignetes Mittel gegen den Schwindel zu finden, sollten zunächst die Ursachen von niedrigem Blutdruck geklärt werden. Es gibt grundsätzlich drei verschiedene Arten von Hypotonie:

  • konstitutionelle Hypotonie: Die häufigste Form von niedrigem Blutdruck, deren Ursachen bis dato nicht geklärt sind. Sie tritt dauerhaft auf.
  • symptomatische Hypotonie: Der Grund dafür kann eine Erkrankung oder eine Nebenwirkung von Medikamenten sein.
  • orthostatische Hypotonie: Es liegt eine allgemeine Störung der Blutdruckregulation vor. Der Blutdruck fällt plötzlich bei einem Wechsel vom Liegen ins Stehen ab.

In allen Fällen kann Schwindel die Folge sein. Demnach sollte in erster Linie der Auslöser, also die Hypotonie, behandelt werden. Um eine symptomatische Hypotonie und somit eine Erkrankung auszuschließen, sollten Sie einen Arzt aufsuchen.

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Was hilft gegen Schwindel?

Versuchen Sie es zum Beispiel mit Kreislauftropfen! Dabei haben Sie die Wahl zwischen Präparaten mit synthetischen und pflanzlichen Inhaltsstoffen. Bei den pflanzlichen Mitteln wird wiederum zwischen Phytopharmaka und Homöopathika unterschieden, wobei nicht alle homöopathischen Präparate rein pflanzlich sind. Die unterschiedlichen pflanzlichen Formen werden hauptsächlich nach Art und Umfang der Zulassungsverfahren und weiteren Inhaltsstoffen differenziert.

Homöopathische Kreislauftropfen können neben pflanzlichen Inhaltsstoffen auch Bestandteile tierischen und mineralischen Ursprungs enthalten. Es gibt aber auch Homöopathika, die überhaupt keine pflanzlichen Wirkstoffe enthalten. Welches Arzneimittel für Sie geeignet ist, kann am besten ein Medizinier beurteilen.

Kreislauftropfen: Ein Mittel gegen Schwindel

Als Mittel gegen Schwindel haben sich pflanzliche Stoffe als durchaus wirksam erwiesen. Pflanzen wie Weißdorn oder Kampfer können einen niedrigen Blutdruck regulieren und so bei Kreislaufproblemen und Schwindel helfen.

Die Art der Verabreichung, nämlich als Tropfen, ist besonders bei Kindern und älteren Menschen empfehlenswert, da sich das Arzneimittel leicht einnehmen lässt. Durch den flüssigen Zustand können die Inhaltsstoffe schneller wirken als beispielsweise in Tablettenform. Das kann besonders bei akuten Schwindelanfällen hilfreich sein.

Behandlung: So stärken Sie den Kreislauf

Um es erst gar nicht zu Blutdruckschwanken kommen zu lassen, können Sie versuchen, Ihren Kreislauf grundlegend zu stärken. Dafür haben Sie verschiedene Möglichkeiten:

  • Herz-Kreislauf-Training: Durch regelmäßiges Cardio-Training stärken Sie auf Dauer Ihr Herz. Dadurch kann es mehr Blut durch den Körper pumpen und ist insgesamt leistungsfähiger. Wenn Sie keine Möglichkeit haben, mehrmals die Woche ein Herz-Kreislauf-Training zu absolvieren, reicht es auch, sich jeden Tag mindestens 30 Minuten draußen zu bewegen.1
  • Stressbewältigung: Wenn Sie dauerhaft unter Strom stehen, kann Bluthochdruck die Folge sein. Versuchen Sie zum Beispiel durch autogenes Training die Vermeidung von Stresssituationen und richtigen Umgang damit zu trainieren.
  • Atemtherapie: Ähnlich wie Stressbewältigung können auch Atemübungen ein Mittel gegen Schwindel sein. Der Grund: Die Atmung ist eng mit dem Herzrhythmus verknüpft.
  • Ernährung: Viel Wasser, eine salzreiche Ernährung und kleine Mahlzeiten: Das sind nur einige Maßnahmen, mit deren Hilfe Sie etwas bei Schwindel tun können. Die Ernährung hat einen starken Einfluss auf den Blutdruck.
  • Kompressionsstrümpfe: Die Strümpfe drücken das Blut wieder dorthin, wo es gebraucht wird: ins Gehirn.

Wenn Ihr Kreislauf gestärkt ist, kann Ihr Körper Blutdruckschwankungen besser selbst regulieren. Der niedrige Blutdruck macht sich dann nicht mehr so schnell bemerkbar, sodass auch die Schwindelanfälle abnehmen können.

Wichtig:

Die Stärkung des Kreislaufs kann nur gegen Schwindel helfen, wenn das die Ursache für Ihre Anfälle ist. Bei anderen Erkrankungen können sich etwa durch falsches Training Ihre Beschwerden auch verschlechtern. Klären Sie das unbedingt mit Ihrem Arzt ab!

Was tun bei Schwindel? Hausmittel können helfen

Wenn Sie keine Kreislauftropfen gegen akuten Schwindel zur Hand haben, können Sie versuchen, ihn mit einfachen Hausmitteln zu behandeln.

Was hilft gegen Schwindel?

  • ätherische Öle: Ätherische Öle aus Kampfer, Rosmarin und Pfefferminze regen den Kreislauf an. Ein Riechfläschchen mit der Pflanzenpower kann besonders bei akuten Schwindelanfällen helfen.
  • Kneipp-Anwendungen: Behandlungen mit kaltem Wasser nach Kneipp regen den Kreislauf an und können ein Mittel gegen Schwindel sein. Sie müssen nicht unbedingt gleich mit den Füßen in ein Becken oder die Badewanne. Oft reicht es, wenn die Arme unter einen Wasserhahn gehalten und mit kaltem Wasser abgeduscht werden.
  • Glas warmes Wasser: Das warme Wasser soll den Blutdruck regulieren und kann somit auch gegen Schwindel helfen. Am besten, Sie trinken es bereits morgens auf nüchternen Magen.
  • Akupressur: Die Massage des Qihai-Punktes kann ebenfalls bei Kreislaufproblemen helfen. Wie das genau funktioniert, erfahren Sie hier>>
  • Isometrische Übung: Diese spezielle Übung mobilisiert das Herz und kann eine ähnliche Auswirkung auf das Herz-Kreislauf-System haben wie Sport – nur in abgeschwächter Form. Den Ablauf der Übung finden Sie hier>>

Übrigens: Alkohol und Kaffee sollten bei Schwindel nicht zum Einsatz kommen. Sie erhöhen zwar für eine kurze Zeit den Blutdruck, dieser fällt danach aber umso stärker wieder ab. Bei schweren Schwindelanfällen, die sich weder mit Hausmitteln noch mit Kreislauftropfen lindern lassen, sollten Sie ohnehin einen Arzt aufsuchen. Wenn Sie sich also das nächste Mal fragen, was gegen Schwindel hilft, kennen Sie vielleicht schon die Antwort.
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1DAK Gesundheit: Ausdauersport. https://www.dak.de/dak/download/broschuere-ausdauersport-1078022.pdf (Stand: 06.03.2018).