Kreislaufkollaps: Die Symptome verstehen lernen

Ein Kreislaufzusammenbruch ist äußerst unangenehm. Plötzlich ist nichts mehr kontrollierbar, die Welt ringsherum verschwimmt, Schweißperlen rinnen die Stirn hinunter und alle Kraft richtet sich nur noch auf einen Gedanken: „Jetzt bloß nicht das Bewusstsein verlieren!“ Für Personen, die wissen, dass sie zu einem Kreislaufkollaps neigen, kann es gut sein, die Symptome richtig zu deuten. Doch, wie erkenne ich, dass eine Ohnmacht unmittelbar bevorsteht?

Warnzeichen – diese Symptome kündigen einen Kreislaufkollaps an

Mädchen verspürt erste Symptome eines Kreislaufkollaps und greift sich an den Kopf

Ein gesunder Kreislauf ist wichtig für den menschlichen Körper. Er ist dafür verantwortlich, dass das Blut an jede Körperstelle gelangt. Das Herz pumpt mit jedem seiner kraftvollen Schläge Blut in das Gefäßsystem und versorgt so die lebenswichtigen Organe und das Gewebe mit Sauerstoff und Nährstoffen.

Tritt ein Kreislaufkollaps in Erscheinung, hat zu wenig sauerstoffreiches Blut den Kopf erreicht. Dies hat natürlicherweise Konsequenzen für Betroffene: Wenn das Gehirn nicht ausreichend mit Sauerstoff versorgt wird, kann es zur Ohnmacht kommen, bei der unbedingt Erste Hilfe erfolgen sollte.

Die durch Ohnmacht bedingte Bewusstlosigkeit hält meist nur 30 bis 60 Sekunden lang an.1 Zudem entsteht sie nicht von einer Sekunde auf die andere. Oftmals treten zuvor typische Symptome eines Kreislaufzusammenbruchs als Vorboten einer Ohnmacht auf. Dazu zählen Blässe, Schwindel und Schweißausbrüche.

Kollapsneigung

Aufgrund der Schwerkraft sackt nach längerem Sitzen das Blut in die Beine ab - das ist per se nichts Ungewöhnliches. Allerdings dauert es bei Menschen mit niedrigem Blutdruck entsprechend länger bis das abgesunkene Blut aus den Beinen wieder in die obere Körperhälfte und zum Gehirn befördert wird.

Da ein niedriger Blutdruck häufiger bei Frauen zu beobachten ist, haben sie eine etwas höhere Kollapsneigung als Männer. Um einen Kreislaufkollaps zu vermeiden, kann es sich daher lohnen, den Kreislauf aktiv zu stärken.

Blässe ist eines der Symptome, die auf einen Kreislaufkollaps hindeuten

Eine auffällig blasse Gesichtsfarbe ist eines der Symptome, die oft zu beobachten sind, wenn ein Kreislaufzusammenbruch bevorsteht. Nicht selten tritt bei Betroffenen die Blässe fast wie aus dem Nichts auf. Die plötzliche Gesichtsblässe ist meist ein Indiz für mangelnde Durchblutung.

Wenn Sie dieses Symptom bei sich oder einer anderen Person beobachten, sollten Sie achtsam sein. Es kann ein Hinweis sein, dass der Kreislauf Schwierigkeiten hat, genügend sauerstoffreiches Blut in das Gehirn zu transportieren. Den Kopfbereich erreichen schlicht und ergreifend immer weniger rote Blutkörperchen, die für eine gesunde Farbe im Gesicht sorgen.

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Schwindel: Ein weiteres Symptom vor einem Kreislaufkollaps

Auch Schwindel ist eines der möglichen Symptome bei einem Kreislaufzusammenbruch. Viele Betroffene berichten davon, dass ihnen, kurz bevor sie in Ohnmacht gefallen sind, schwindelig geworden ist. Wenn die Welt um einen herum ins Wanken gerät, liegt dies daran, dass das Gehirn nur noch schwammige Informationen von Sinnesorganen wie Augen oder Ohren erhält.

Die Ursache für den Schwindel ist ebenso in der unzureichenden Versorgung des Gehirns mit Sauerstoff zu finden. Unserer „Denk-Zentrale“ ist es dann schlichtweg nicht mehr möglich, seine volle Leistung zu entfalten. Die Aktivität der Gleichgewichtsnerven im Hirnstamm sowie die des Gleichgewichtszentrums werden gedrosselt. Die Konsequenz: Informationen, die den Gleichgewichtssinn betreffen, werden nicht mehr richtig verarbeitet. Schwindel kann aus diesem Grund ein Warnzeichen dafür sein, dass eine Person unmittelbar vor einer Ohnmacht steht.

Weshalb kommt es zum Schweißausbruch?

Neben Gesichtsblässe und ausgeprägtem Schwindel gibt es noch weitere Symptome, die auf einen Kreislaufkollaps, respektive auf eine bevorstehende Ohnmacht hinweisen können. Betroffene berichten häufig von plötzlich auftretenden, starken Schweißausbrüchen.

Als Symptom eines Kreislaufzusammenbruchs entsteht ein Schweißausbruch, weil der Organismus stärker als sonst damit beschäftig ist, den Kreislauf aufrechtzuerhalten. Demzufolge wird durch den höheren Energieverbrauch mehr Wärme als üblich produziert. Bei Betroffenen zeigt sich dies durch Schweißperlen, die sichtbar aus den Hautporen des Stirnbereichs austreten. Schweiß ist daher eines der Symptome, die eine Ohnmacht ankündigen - der Körper versucht mit aller Kraft, die gesunde Blutzirkulation wiederherzustellen.

Wissenswertes zum Thema Schwitzen

Für die Aufrechterhaltung von lebenswichtigen Funktionen wie Atmung, Verdauung oder Kreislauf benötigt der Körper sehr viel Energie. Diese gewinnt der Organismus aus Nährstoffen, die er über die Nahrung aufnimmt. Mithilfe von Stoffwechselprozessen können Nährstoffe in Energie umgewandelt werden. Durch den Verbrauch dieser Energie entsteht Wärme. Damit der Körper nicht überhitzt, hat die Natur sich das Schwitzen ausgedacht: Es dient der Temperaturregelung, indem Schweiß an der Hautoberfläche verdunstet und den Organismus dadurch kühlt.

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1Rosenecker, Josef: Pädiatrische Differenzialdiagnostik. Berlin/Heidelberg: Springer-Verlag 2014. S. 19.