Flüssigkeitsmangel und seine Symptome, Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten

23. März 2018
6 Min.

Mindestens eineinhalb Liter am Tag trinken: Das ist laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) die empfohlene Menge an Flüssigkeit, die der Körper braucht, um richtig zu funktionieren1. Wasser ist elementarer Bestandteil aller Stoffwechselprozesse, auch das Gehirn ist auf eine ausreichende Zufuhr angewiesen. Kommt es zu einem Flüssigkeitsmangel (Dehydration), reagiert der Organismus mit Symptomen wie Kreislauf- und Konzentrationsproblemen. Durch welche weiteren Beschwerden sich eine Dehydration bemerkbar machen kann, welche Ursachen dahinter stecken und wie ein Flüssigkeitsmangel behandelt werden kann, erfahren Sie hier.

Symptome einer Dehydration auf einen Blick

Wird der Körper nicht ausreichend mit Wasser versorgt, dehydriert er. Ein Flüssigkeitsmangel äußert sich zunächst mit den folgenden Symptomen:

  • Durst
  • Mundtrockenheit
  • trockene oder spröde Lippen
  • Augenringe
  • geringe Hautspannung
  • Unwohlsein
  • Konzentrationsschwäche

Bleibt der Flüssigkeitsmangel mehrere Stunden lang bestehen, kommt es zusätzlich zu weiteren Beschwerden:

  • Schläfrigkeit
  • Kopfschmerzen
  • Kreislaufbeschwerden
  • Bewegungseinschränkung
  • Kribbeln oder Taubheit in den Extremitäten
  • Sprachstörungen
  • Abnahme der geistigen Leistungsfähigkeit
  • verminderte Reaktionsfähigkeit

Hält die Dehydration weiter an, kommt es zu Bewusstlosigkeit. Wird der Flüssigkeitsmangel nicht ausgeglichen, kann das tödlich enden. Es handelt sich daher um ein ernstzunehmendes, medizinisches Problem, welches eine schnelle Behandlung erfordert.

– Anzeige –

Vocorwen Banner

– Anzeige –

Vocorwen Banner

Lebenselixier Wasser & Arten der Dehydration

Der Körper besteht zu einem Großteil aus Wasser, da die Zellen von Muskeln, Gehirn und anderen Strukturen für ihre optimale Funktion Flüssigkeit benötigen. Stoffwechselprozesse können nur dann reibungslos ablaufen, wenn der Organismus ausreichend mit Flüssigkeit versorgt ist – andernfalls dehydriert er (Exsikkose).

Mediziner unterscheiden drei Arten der Dehydration:

  • isotone Dehydration: Mangel an Wasser und Elektrolyten
  • hypertone Dehydration: Mangel an Wasser
  • hypotone Dehydration: Mangel an Elektrolyten
Alle drei Formen des Flüssigkeitsmangels müssen umgehend ausgeglichen werden, um das Auftreten von lebensbedrohlichen Symptomen und Folgen zu vermeiden.

Auswirkungen von Flüssigkeitsmangel auf den Kreislauf

dehydrierte Frau trinkt, um ihren Flüssigkeitsmangel zu beseitigen

Vor allem Menschen mit einem geringen Körpergewicht laufen schnell Gefahr, auszutrocknen. Ist die Wasserzufuhr nicht gesichert, verdickt sich das Blut nach und nach. Dadurch muss das Herz kräftiger pumpen, um das Blut in die Körperperipherie zu transportieren.

Außerdem sinkt die Blutmenge: Der Volumenverlust durch den Flüssigkeitsmangel wirkt sich ebenfalls negativ auf den Kreislauf aus.

Durch den Flüssigkeitsmangel kann es zu

  • Schwindel,
  • Kopfschmerzen,
  • Konzentrationsstörungen und
  • Bewusstseinsveränderungen kommen.

Bestehen die Symptome der Dehydration über mehrere Stunden, kann eine Schockreaktion des Körpers folgen – ein lebensbedrohlicher Zustand, der notärztlicher Behandlung bedarf.

Ursachen der Dehydrations-Symptome

Die häufigste Ursache für eine Dehydration ist schlichtweg eine zu geringe Flüssigkeitsaufnahme. Der Organismus benötigt jeden Tag etwa eineinhalb bis zwei Liter Wasser2 , um zu funktionieren. Durch alle ablaufenden Prozesse im Körper verliert eine 70 Kilogramm schwere Person jeden Tag mehr als zwei Liter Flüssigkeit3. Bei körperlicher Belastung und durch verstärktes Schwitzen steigt der Verlust an. Dieser Verbrauch muss jeden Tag gedeckt werden, um einen Flüssigkeitsmangel sowie eine Austrocknung zu vermeiden.

Hätten Sie’s gewusst?

Ältere Menschen verlieren häufig ihr Durstgefühl und trinken nicht ausreichend. Der Verlust des Durstgefühls ist somit eine häufige Ursache für Flüssigkeitsmangel im Alter.

Auch verschiedene Krankheiten können einen Flüssigkeitsmangel verursachen. Eine Erkrankung der Nieren kann beispielsweise zu einer Dehydration führen, ebenso starkes Erbrechen oder Durchfall. Entwässernde Medikamente und der Missbrauch von Abführmitteln stellen ebenfalls eine Mögliche Ursache für eine Austrocknung des Körpers dar.

Behandlung: Den Flüssigkeitsmangel ausgleichen

Treten Symptome einer Dehydration auf, ist es wichtig, schnell zu reagieren. Um den Flüssigkeitsmangel auszugleichen, müssen die Wasservorräte des Körpers wieder gefüllt werden. Es ist empfehlenswert, zunächst einen Liter Wasser in kleinen Schlucken zu sich zu nehmen, damit der Organismus die Flüssigkeit aufnehmen kann. Geeignet sind aber auch ungesüßte Früchte- oder Kräutertees.

Tipp bei Schwindel und absackendem Blutdruck:

Kommt es zu Kreislaufbeschwerden durch einen dehydrierten Organismus, sollte sich der Betroffene auf den Rücken legen, die Füße leicht erhöht. Pflanzliche Kreislauftropfen können unter Umständen helfen, den Kreislauf wieder in Schwung zu bringen.

Besteht der Flüssigkeitsmangel bereits seit mehreren Stunden und kommt es zu Bewusstseinsstörungen, ist der Notarzt zu verständigen. Er kann die Dehydration behandeln, indem er den Flüssigkeits- und Elektrolytverlust über eine Infusion ausgleicht.

Ausnahmesituation: So dehydriert ein Mensch besonders schnell

Herrscht im Sommer große Hitze, benötigt der Organismus mehr Flüssigkeit. Durch starkes Schwitzen, vor allem auch bei sportlicher Betätigung, dehydriert der Körper schneller. Der Flüssigkeitsmangel ist häufig auch mit einem Verlust an Elektrolyten verbunden. Sportler laufen daher Gefahr, schneller auszutrocknen.

Auch bei Erkrankungen, wie beispielsweise einer Grippe, steigt der Wasserbedarf an und Betroffene müssen ihn decken, um die Genesung zu beschleunigen und einen Flüssigkeitsmangel zu verhindern.

Lisa Vogel
E-Mail schreiben
Freiberufliche Redakteurin
Themenvorschläge? Anregungen? Schreiben Sie uns!