Häufige Fragen zu Kreislaufbeschwerden in der Periode

Welche Symptome gehen mit Schwindel in der Periode einher?

Neben den Kreislaufproblemen kann es im Rahmen der Periode zu Übelkeit, Kopfschmerzen oder Konzentrationsschwierigkeiten kommen. Darüber hinaus sind auch weitere Menstruationsbeschwerden wie Krämpfe, ein Spannungsgefühl in den Brüsten und Schmerzen im Unterleib denkbar.

Was sind die Ursachen für Kreislaufbeschwerden in der Periode?

Grundsätzlich sind Veränderungen der Hormone und des Blutdrucks während des Monatszyklus oder den beginnenden Wechseljahren (Menopause) verantwortlich für beispielsweise Schwindel. Ebenso kann sich der mit der Periode einhergehende Blutverlust auf den Kreislauf auswirken. Auch Wassereinlagerungen können den Wasseranteil des Bluts in den Gefäßen verringern, wodurch es dickflüssiger wird und Schwindel begünstigen kann.

Was hilft gegen Schwindel in der Periode?

Der Körper und die Blutbildung können unter anderem durch eisenhaltige Nahrungsmittel (wie Fleisch, Fisch, Spinat oder Brokoli) unterstützt werden. Oftmals empfehlen Mediziner auch Hausmittel aus pflanzlichen Wirkstoffen (wie Rosmarin, Kampfer oder Weißdorn), um den Kreislauf anzuregen. Auch Bewegung an der frischen Luft hilft bei Schwindel in der Periode. Wichtig ist hier jedoch, behutsam vorzugehen, und den Organismus nicht mit übermäßiger körperlicher beziehungsweise sportlicher Aktivität zu überfordern.

Schwindelgefühl in der Periode: Die Symptome


Kommt es vor der Periode (PMS: Prämenstruelles Syndrom), währenddessen oder danach zu Kreislaufproblemen wie Schwindel, treten parallel dazu mitunter folgende Symptome auf: 

  • Konzentrationsstörungen 
  • Blässe 
  • Kopfschmerzen 
  • Übelkeit 

Zusätzlich sind hier bei vielen Frauen weitere Menstruationsbeschwerden denkbar. Dazu zählen beispielsweise: 

  • Schmerzen im Unterleib (können in Rücken, Beine oder Bauch ausstrahlen) 
  • Krämpfe 
  • Wassereinlagerungen im Gewebe 
  • Spannungsgefühl in den Brüsten 
  • Heißhunger 

Dass sich der Körper vor, während oder nach der Periode anders anfühlt, ist ganz normal. Wurde die Eizelle nicht befruchtet, stößt der Körper am Ende eines jeden Zyklus die Gebärmutterschleimhaut ab. Das äußert sich durch die monatliche Blutung. Dementsprechend können Schmerzen, Unwohlsein, Abgeschlagenheit und Konzentrationsprobleme auftreten. 

Was sind die Ursachen für Schwindel in der Periode?


Dass sich der Blutdruck während eines Monatszyklus verändert, ist normal. Wie und ob sich die Blutung auf das Wohlbefinden auswirkt, ist von Frau zu Frau unterschiedlich. Sicher ist jedoch: Während der Periode verliert der weibliche Körper Blut und Eisen. Das kann zu Drehschwindel und einem niedrigen Blutdruck (Hypotonie) führen. 

Gut zu wissen:

Häufig sind vor allem sehr dünne und zierliche Menschen — Männer wie auch Frauen — von Kreislaufproblemen und niedrigem Blutdruck betroffen. 

Das verringerte Blutvolumen führt mitunter zu einer leichten Unterversorgung des Gewebes mit Sauerstoff und verursacht so die typischen Kreislaufprobleme. Ist zu wenig Blut im Umlauf, reagiert der Körper mit einem gesteigerten Puls. Das Herz muss schneller und kräftiger schlagen, um den Körper mit der geringeren Blutmenge zu versorgen. Im schlimmsten Fall besteht während der Menstruation das Risiko, einen Kreislaufzusammenbruch zu erleiden.1 

Bei vielen Frauen gerät der Blutdruck bereits vor der Menstruation aus der gewohnten Bahn. Wissenschaftler vermuten darüber hinaus, dass Veränderungen der Hormone — vor allem von Östrogen und Progesteron — den Kreislauf beeinflussen. Hier gehen Experten in erster Linie davon aus, dass eine Dysbalance zwischen den beiden Hormonen im Verlauf des weiblichen Zyklus zu Beschwerden führt. Ebenso werden Wechselwirkungen mit ihnen und anderen Faktoren wie etwa Stress oder Genussmitteln wie Alkohol und Nikotin diskutiert.  

Auch gegen Ende der weiblichen Menstruation und mit dem Beginn der Wechseljahre (Menopause), kann es aufgrund der Hormone zu Problemen mit Schwindel kommen. 

Achtung:

Leiden Sie vor, während oder nach der Periode regelmäßig unter Kreislaufproblemen und einem Absacken des Blutdrucks, sollte Ihr Allgemein- oder Frauenarzt die Situation bewerten. Gegebenenfalls kann eine zielgerichtete Therapie — beispielsweise mit einem gesonderten Fokus auf die Steigerung der Blutbildung — erforderlich sein, um die Beschwerden zu bekämpfen.

Auch Wassereinlagerungen in der Periode können in Zusammenhang mit Kreislauf und Schwindel stehen. Treten bereits vor der Periode Menstruationsbeschwerden auf, sprechen Mediziner von einem prämenstruellen Syndrom (PMS). Denn der Körper verändert sich schon vor der eigentlichen Blutung.

In diesem Zuge kommt es vermehrt zu Wassereinlagerungen, da die Flüssigkeit aus dem Blut beziehungsweise den Blutgefäßen ins Gewebe übertritt und sich dort ablagert. Dadurch kann das Flüssigkeitsvolumen des Blutes abnehmen und das Blut wird dickflüssiger und fließt langsamer.

Was hilft bei Menstruationsbeschwerden wie Schwindel?


Kommt es im Zuge der weiblichen Periode zu Beschwerden mit dem Kreislauf, ist es ratsam, die Blutbildung zu unterstützen. Durch die Blutung wird viel Eisen ausgeschieden. Das Element spielt aber beim Prozess der Blutbildung eine wichtige Rolle. 

Über die Nahrung vermehrt Eisen aufzunehmen kann dem Organismus dabei helfen, das Blutvolumen wieder zu erhöhen und den Kreislauf so zu stabilisieren.

Eisenhaltige Lebensmittel:

Eisen steckt vor allem in tierischen Lebensmitteln wie rotem Fleisch, aber auch grünes Gemüse ist eisenhaltig. So eignen sich beispielsweise Spinat, Brokkoli, Fisch oder Fleisch als Eisenlieferanten.

Auch ein Flüssigkeitsmangel vor der Periode kann den Kreislauf zusätzlich belasten und zu Beschwerden führen. Ausreichend zu trinken (circa 1,5 Liter pro Tag) ist daher bei Menstruationsbeschwerden und PMS elementar. 

Oftmals helfen auch Hausmittel wie beispielsweise kreislaufanregende pflanzliche Wirkstoffe, etwa in Tropfenform, dabei, wieder in Schwung zu kommen. Bewährte Heilpflanzen für diese Anwendung sind beispielsweise Rosmarin, Kampfer oder Weißdorn. Sie können helfen, einem Kreislaufzusammenbruch während der Menstruation vorzubeugen. 

Darüber hinaus trägt Bewegung an der frischen Luft dazu bei, die Sauerstoffversorgung zu verbessern und die Beschwerden zu lindern. Allerdings sind viele Frauen während der Menstruation durch den leichten Sauerstoffmangel nicht so stark belastbar. Die Muskeln und Organe sind nicht optimal versorgt und es kann zu Leistungseinschränkungen kommen. Von übermäßiger körperlicher und sportlicher Belastung ist während dieser Zeit daher abzusehen. 

Das interessierte andere Leser:

Jan Zimmermann Egal ob Video, Foto oder Text – Hauptsache die Kreativität kommt nicht zu kurz. Noch während seines Masterstudiums der Medienwissenschaften und der Arbeit als Multimedia Content Creator in München, entwickelte Jan Zimmermann eine Passion für das Schreiben. Seit 2018 lebt er diese als Medizinredakteur bei kanyo® aus. Jan Zimmermann Medizinredakteur und Medienwissenschaftler kanyo® mehr erfahren
Lisa Vogel Lisa Vogel studierte Ressortjournalismus mit dem Schwerpunkt Biotechnologie und Medizin und schloss die Hochschule Ansbach mit dem Master of Arts ab. Seit mehreren Jahren schreibt sie für verschiedene Gesundheitsplattformen und absolviert nun ein Volontariat zur Medizinredakteurin. Lisa Vogel Autorin kanyo® mehr erfahren
Quellen anzeigen
  • 1 Knegendorf, Birgit: Das Menstruationstabu: vom Segen und Fluch der Menstruation. In: Psychologie und Gesellschaftskritik. Lengerich: Pabst Science Publishers 2007. S.141.
  • 2 Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V.: Referenzwerte Wasser. URL: https://www.dge.de/wissenschaft/referenzwerte/wasser/ - Stand (01.03.2022).