Der Kreislaufkollaps – plötzlich nur noch Sternchen sehen

Vielleicht ist es Ihnen auch schon einmal passiert? Wie aus dem Nichts tritt Übelkeit und ein ausgeprägtes Schwächegefühl auf. Schweißperlen rinnen die Stirn hinunter, die Umgebung gerät ins Wanken und schwarze Pigmente breiten sich im Blickfeld aus. Und dann zieht es den Boden unter den Füßen weg und der Kreislauf kollabiert – eine Ohnmacht (fachsprachlich: Synkope) bedeutet Kontrollverlust und vollkommene Hilflosigkeit. Doch wie kommt es zum Kreislaufkollaps? Und was können Sie tun, um Bewusstlosigkeit durch einen Kreislaufzusammenbruch zu vermeiden?

Was ist eine Synkope? Kreislaufkollaps, Ohnmacht & Co.

Synkope: Junge Frau bricht zusammen aufgrund eines Kreislaufkollaps

Kreislaufkollaps, Kreislaufzusammenbruch oder Ohnmacht – all diese Begriffe beschreiben eine sogenannte Synkope. Es handelt sich dabei um einen plötzlichen Verlust des Bewusstseins. In aller Regel hält dieser nur wenige Sekunden an.

Nicht selten sind es Frauen, die einen Kreislaufkollaps erleiden und ärztlich versorgt werden müssen. Dies hängt damit zusammen, dass ein niedriger Blutdruck – den eher Frauen als Männer haben – häufig Auslöser eines Kreislaufzusammenbruchs ist. Wenn jemand in Ohnmacht fällt, geschieht dies, weil das Gehirn, aufgrund einer gestörten Durchblutung, vorübergehend nicht mit ausreichend Sauerstoff versorgt wird. Die Folge: Der Kreislauf kollabiert, der Betroffene verliert die Kontrolle und sinkt zu Boden.

Kreislaufkollaps: Diese Symptome sind möglich

Kurz bevor eine Person in Ohnmacht fällt, machen sich meist verschiedene Warnanzeichen deutlich bemerkbar. Typische Symptome eines Kreislaufkollaps sind:

  • Blässe
  • Schwindel
  • Schweißperlen auf der Stirn
  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • Kältegefühl
  • Sternchensehen
Als das „Sehen von Sternchen“ beschreiben Betroffene kleine schwarze Pünktchen im Blickfeld, die im Rahmen eines beginnenden Kreislaufkollaps aufblitzen und immer zahlreicher werden. Wem es umgangssprachlich „schwarz vor Augen wird“, hat den Zustand der Ohnmacht erreicht.

Was genau passiert bei einem Kreislaufkollaps?

Dem plötzlichen und unangenehmen Bewusstseinsverlust liegt ein Kreislaufzusammenbruch zugrunde – Ärzte unterscheiden bei Synkopen abhängig vom Auslöser verschiedenen Varianten:

  • Reflexsynkope: Die Reflexsynkope ist die Synkope mit dem häufigsten Vorkommen. Es handelt sich um eine vom Nervensystem herbeigeführte Gefäßerweiterung und/oder eine langsame Herzfrequenz. Die Verminderung der Anzahl der Herzschläge pro Minute wird vom Nervus Vagus (ein wichtiger Hirnnerv) herbeigeführt. Gereizt werden kann der Nerv zum Beispiel durch eine Stresssituation. Doch wie kommt es zur Ohnmacht? Durch langes, ruhiges Stehen beziehungsweise Sitzen, nimmt das Blutvolumen in der oberen Körperhälfte ab. Ganz einfach, weil es aufgrund der Schwerkraft vermehrt in die Beine fließt. Bei Vorherrschen einer Gefäßerweiterung und/oder einer verlangsamten Herzfrequenz wird es kaum nach oben zurückgepumpt. Sobald der individuelle Schwellenwert der benötigten Blutmenge in der oberen Körperhälfte – bei Erwachsenen meist mehr als eineinhalb Liter – unterschritten wird, kommt es zum Kreislaufkollaps.
  • Orthostatische Synkope: Zunächst einmal bedeutet orthostatisch so viel wie „aufrechte Körperhaltung“. Eine orthostatische Synkope wird in aller Regel durch zu schnelles Aufstehen verursacht. Dabei kommt es zu einem plötzlichen und anhaltenden Abfall des Blutdrucks – meist für drei Minuten. Der Kreislaufkollaps wird ausgelöst, weil der Organismus es nicht schafft, die Blutgefäße ausreichend zusammenzuziehen. Das Blut sinkt durch das rasche Erheben in die Beine ab und kann nicht mehr rechtzeitig zurück in die obere Körperhälfte gepumpt werden. Die Folge ist eine Störung des natürlichen Blutkreislaufs, die zum Kreislaufzusammenbruch führt.

Ein Kreislaufkollaps kann auch die Folge einer Herzerkrankung sein. Bei jungen Menschen ist dies jedoch eher die Ausnahme. Zu den möglichen Auslösern zählen in diesem Zusammenhang Herzklappenfehler, eine Herzmuskelentzündung oder eine Herzschwäche. Wenn einer dieser Faktoren dafür verantwortlich ist, dass zu wenig sauerstoffreiches Blut im Gehirn ankommt und ein Kreislaufkollaps die Folge ist, sprechen Mediziner von einer Herzsynkope.

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Diese Erstmaßnahmen sollten bei einem Kreislaufkollaps erfolgen

Bei ersten Anzeichen eines Kreislaufkollaps sollte schnell gehandelt werden. Wenn Sie jemandem helfen möchten, bei dem sich ein akuter Kreislaufzusammenbruch anbahnt, können Sie folgende Erste-Hilfe-Maßnahmen ergreifen:

  • Hinlegen: Unterstützen Sie die Person beim vorsichtigen Hinlegen, wenn Sie befürchten, dass sie in Ohnmacht fallen wird. So kann ein unkontrollierter Sturz vermieden werden.
  • Beine hochlagern: Nehmen Sie die Beine des Liegenden und halten Sie diese nach oben. So kann durch die Schwerkraft abgesacktes Blut schneller in Richtung Gehirn fließen und es mit Sauerstoff versorgen.

Falls Sie nicht genügend Kraft haben, die Beine zu halten, können Sie diese auch gegen eine Wand, einen Stuhl, eine Bank, einen Baum oder einen anderen Gegenstand lehnen. Im Übrigen sind diese Maßnahmen auch empfehlenswert, wenn Sie selbst spüren, dass Sie kurz vor einem Kreislaufkollaps stehen: Legen Sie sich vorsichtig auf den Boden und legen Sie Ihre Beine hoch.

Kreislaufkollaps: Wann zum Arzt?

Für gewöhnlich ist ein Kreislaufzusammenbruch nicht besonders gefährlich. Dennoch sollten Sie nach einem Kreislaufkollaps zu einem Arzt gehen. Dieser kann herausfinden, ob eventuell eine Erkrankung hinter Ihren Kreislaufbeschwerden steckt und, falls nötig, die entsprechende Behandlung einleiten.

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